Verunsicherung der Abiturenten muss aufhören

0
377

Der CDU Kreisverband fordert insbesondere die Lehrerverbände auf, umgehend die Verunsicherung von Abiturienten einzustellen.
„Berichterstattungen, über angeblich zu schwere und zu umfangreiche Aufgaben bei den diesjährigen Abiturprüfungen, entbehren nach den vorliegenden Informationen jeder tragfähigen Grundlage und verunsichern lediglich die Abiturienten“, sagt der Stv. CDU Kreisvorsitzende Uwe Waßmann.
So wird kritisiert, dass in verschiedenen Fächern Texte deutlich umfangreicher seinen, als im Vorjahr. Jedoch ist festzustellen, dass diese Einschätzungen, z.B. in den Fächern Deutsch und Englisch, nicht zutreffen. Bei den Fächern Sozialwissenschaften und Chemie ist der Umfang in den Leistungskursen geringfügig höher und in den Grundkursen geringer als 2007. Geringfügige Erhöhungen liegen lediglich in den Fächern Geschichte und Biologie vor. Erhöhungen des Textumfangs bewegen sich insgesamt in einer Bandbreite von 2 bis 10 Zeilen (Geschichte 16 Zeilen). In anderen Fällen zeigt sich das umgekehrte Bild.

Allerdings sind solche Beobachtungen für die Einschätzung der geforderten Schülerleistungen wenig hilfreich. Der Umfang von Texten und Materialien ist kein Maßstab für das Anforderungsniveau von Aufgaben. „Zusätzliche Materialien dienen vielfach sogar der Lösungsfindung. Solche Hilfen wurden nach dem Abitur 2007 z.B. für das Fach Biologie ausdrücklich gefordert“, erinnert Waßmann.
Kritik daran, dass Lehrer Bewertungsspielräume in der Beurteilung der Leistungen haben, kann die CDU nicht nachvollziehen. „Bereits mit der Abiturverfügung wurde auf die Möglichkeiten hingewiesen, dass z.B. die ausgewiesene Höchstpunktzahl auch dann vergeben werden kann, wenn die Leistung im Vergleich zu der beschriebenen Lösungserwartung inhaltlich wie fachmethodisch richtig ist. Dabei ist zu prüfen, ob kleinere Mängel tatsächlich eine Reduzierung der Punktvergabe rechtfertigen“, erläutert Waßmann.
Die Abiturverfügung lag allen beteiligten Schulen vor beginn der Abiturprüfungen vor.
„Nachdem die Aufgaben von erfahrenen Lehrerinnen und Lehrern mit großer Sorgfalt entwickelt und von Praktikern erprobt wurden, gehe ich davon aus, dass die Abiturienten in den Schulen professionell vorbereitet wurden, und dass ihre Lehrer/Innen bei der Korrektur der Aufgaben, genau wie im Vorjahr, Leistungen differenziert und sachgerecht bewerten und ihre Bewertungsspielräume wahrnehmen“, sagt Waßmann abschließend.

Vorheriger ArtikelKräfte für Gesundheitswirtschaft bündeln!
Nächster ArtikelTod auf Raten am Klinikum