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Straßenstrich schließen!

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Entbrannte Diskussion um Eros-Center wird Problemen nicht gerecht!
Der CDU-Vorsitzende, Steffen Kanitz, freut sich über die mit dem Parteitagsantrag der CDU Dortmund angeheizte Diskussion  über den Dortmunder Straßenstrich. Zugleich appelliert Kanitz aber an die anderen Parteien, die Diskussion um die Zukunft der Nordstadt, die schließlich Auswirkungen auf ganz Dortmund habe, nicht in eine falsche Richtung zu lenken:
„Es geht vordergründig nicht um die Frage, ob das von der CDU ins Gespräch gebrachte „ErosCenter“ ein geeigneter Ersatz für den Straßenstrich ist. Dies ist absolut zweitrangig. Erstes Ziel muss es sein, und darum geht es der CDU, die unhaltbaren Zustände an der Ravensberger Straße an der Wurzel zu beseitigen, indem wir den Straßenstrich schließen.“ Der Straßenstrich an der Ravensberger Straße sei die Keimzelle einer sich zunehmend in der Nordstadt etablierenden kriminellen Szene, die es auszutrocknen gälte. „Wir wollen Drogenhandel, Zwangsprostitution und Gewaltverbrechen verhindern. Es darf keine rechtsfreien Räume in Dortmund geben! Wenn in ganz NRW zwei Drittel der Straftäter aus Bulgarien in Dortmund gemeldet sind, können wir das nicht länger akzeptieren. Wir wollen hier keine kriminellen bandenmäßigen Organisationen.“, tritt Kanitz nochmals für die Schließung des Straßenstrichs an der Ravensberger Straße ein.
Die Zahl der Prostituierten, insbesondere aus Bulgarien und Rumänien, habe sich innerhalb von vier Jahren verzehnfacht. Für Kanitz ein deutliches Indiz für die zunehmende Attraktivität des Standortes Dortmund. In Plowdiw habe sich wohl herumgesprochen, dass man in Dortmund bequem der Prostitution nachgehen könnte, günstigen Wohnraum in unmittelbarer Nähe zur Arbeitsstätte bekäme (ob legal oder illegal) und mit illegalen Geschäften Geld verdienen könnte. „Zu lange haben die handelnden Personen versucht, mit sozialpolitischen Maßnahmen die Begleiterscheinungen und Auswüchse zunehmender Prostitution einzudämmen; diese Maßnahmen haben ganz offensichtlich ihre Wirkung verfehlt. Im Gegenteil!“, stellt Kanitz fest.
Ein Stadtbezirk müsse vor dem Umkippen bewahrt werden. Es sei fünf vor zwölf! Die Politik habe eine Verpflichtung den Anwohnern gegenüber. „Wir sind nach Gesprächen mit dem Polizeipräsidenten und dem Ordnungsdezernenten in unserer Forderung bestärkt, dass der Straßenstrich an der Ravensberger Straße in einem ersten Schritt unverzüglich geschlossen werden muss!“, betont Kanitz seine Überzeugung. Dies sollte über eine Ausweitung des Sperrbezirks geschehen. Vorbild könnte die bayerische Landeshauptstadt München sein. Die dort geltende Sperrbezirksverordnung verbiete die Prostitution großflächig in 27 einzelnen Sperrbezirken, erläutert Kanitz. „Da sollte es uns ja wohl möglich sein, ebenfalls eine Ausdehnung zu veranlassen!“, meint der CDU-Vorsitzende.
„Wir wollen Polizei und Ordnungsamt die rechtlichen Möglichkeiten geben, die Eindämmung von illegalen Handlungen durch massive Schwerpunkteinsätze zu erreichen.“, so die Zielsetzung der CDU. „Gleichzeitig müsse illegalem Wohnen ein Riegel vorgeschoben werden“, fordert Kanitz und zeigt sich zuversichtlich, dass die Diskussion um die Probleme der Nordstadt dazu führe, dass die Anwohner diesbezüglich aufmerksamer seien und Verstöße den zuständigen Behörden meldeten.