Quo vadis Dortmund

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85. Kreisparteitag der CDU Dortmund: Quo vadis Dortmund?

Montag, den 03. April 2006 um 19:50 Uhr

 

Demographischer Wandel und seine Folgen – Quo vadis Dortmund?

Die CDU Dortmund stellt auf ihrem 85. Parteitag am 6. April 2006 das Thema „Demographischer Wandel“ in den Fokus der Öffentlichkeit. Die CDU möchte mit ihrem Parteitag einen breiten Dialog und eine breite Diskussion in Dortmund in Gang bringen, um Handlungskonzepte zur Gestaltung des bereits laufenden demographischen Wandels zu entwickeln.

Die aktuelle Krise des Sozialstaates macht aus Sicht der CDU eine intensive Auseinandersetzung mit der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft dringend nötig.
„ Unsere Bevölkerung schrumpft dramatisch und wird immer älter. Das Thema gehört aus unserer Sicht neben der Schaffung von Arbeitsplätzen auf die vorderen Plätze der politischen Agenda“ verdeutlicht
Claudia Middendorf, stv. Vorsitzende der CDU Dortmund.
Wie dringend das Problem auch für Dortmund wird, hat in jüngster Zeit erst die Studie „Wegweiser Demographischer Wandel“ der Bertelsmann – Stiftung verdeutlicht. Gerade das Ruhrgebiet wird durch die demographischen Veränderungen schneller und härter getroffen als andere Regionen.
Die prognostizierten Zahlen sind alarmierend, verheißen sie insbesondere für das Ruhrgebiet einen dramatischen Bevölkerungsrückgang: Nach Untersuchungen des Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wirtschaftsforschung (RWI), wird Deutschland bis zum Jahr 2015 1,3 Prozent seiner Bevölkerung verlieren. Die Bevölkerungszahl des Ruhrgebietes wird im selben Zeitraum jedoch schon um 4,5 % sinken.
Die Dortmunder Bevölkerung wird nach Angaben des Landesamtes für Daten und Statistik in der Zeit zwischen 2000 und 2015 um ca. 7,5% gesunken sein.

Die CDU will den Auswirkungen dieser Entwicklung begegnen und rückt daher das Thema in den politischen Mittelpunkt. „Nicht nur die Zukunft und Sicherung unserer heutigen Sozialsysteme werden durch den demographischen Wandel in Frage gestellt. Zu überdenken ist auch die Entwicklung der Infrastruktur in den Städten und Gemeinden.“, hebt Middendorf hervor.

„Egal ob Schulen, Kindergärten, Wohnungen, Krankenhäuser, Industrie und Handel, Verkehrsplanungen, Altenheime u. v. m. – die Auswirkungen der demographischen Veränderungen sparen keinen Lebensbereich aus und müssen deshalb auch kommunal genau beachtet werden, damit die Entwicklung unserer Stadt positiv gestaltet werden kann“ zeigt Uwe Waßmann, Pressesprecher der CDU die breite Palette der entstehenden Problemfelder auf und warnt auch vor sozialer Spaltung:
Nach Untersuchungen der Pro Ruhr GmbH, findet innerhalb der Städte des Ruhrgebietes eine allmähliche Umschichtung statt. So gibt es demnach Kinder zunehmend dort, wo soziale Risiken, ein hoher Migrationsanteil und Arbeitslosigkeit zusammenfallen.

Es komme darauf an, so Middendorf, den demographischen Wandel aktiv zu gestalten: „Für unsere Lebensqualität, unseren Wohlstand und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt ist es von ganz entscheidender Bedeutung, wie wir vor Ort auf die demographischen Herausforderungen reagieren (z. B. durch Anpassung der Infrastruktur), aber auch Maßnahmenpakete schnüren, um den prognostizierten demographischen Wandel abzumildern (z. B. Förderung der Kinder- und Familienfreundlichkeit).

Die CDU in Dortmund will daher jetzt die Diskussion um die Auswirkungen dieser Entwicklung anstoßen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln.
In der Aula des CJD Berufskollegs in Dortmund – Kley soll dieser Dialog mit dem 85. Kreisparteitag am 6.4.2006 eröffnet werden:
Armin Laschet, NRW Minister für Generationen, Familien, Frauen und Integration wird darstellen, wie das Land NRW den Umbrüchen begegnet. Katrin Wilbert vom Institut für Gerontologie der Universität Dortmund führt in das Thema „ Wohnen im Alter – Alternative Wohnformen“ ein und Sozialdezernent Siegfried Pogadl wird versuchen darzustellen, wie sich die Stadt Dortmund auf die demographischen Veränderungen einstellt. „Familien-Projekt-Dortmund – Lebensbedingungen für Familien verbessern heißt, die Zukunft unserer Städte zu sichern“ lautet der Titel seines Vortrages.
Der Parteitag wird als Auftaktveranstaltung breiten Platz zur Diskussion geben, zu der die Referenten auch bereit stehen.

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