Start Ortsunionen Süd Mitgliederversammlung der Ortsunion Innenstadt-Süd: „Situation der Flüchtlinge in Dortmund“

Mitgliederversammlung der Ortsunion Innenstadt-Süd: „Situation der Flüchtlinge in Dortmund“

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von Horst Espeloer

DSCF5136_PresseMehr als 30 Mitglieder und Gäste der CDU Ortsunion Innenstadt-Süd diskutierten mit der Sozialdezernentin Birgit Zoerner über die Flüchtlingssituation in Dortmund. Zunächst nannte Frau Zoerner Zahlen und Fakten zur derzeitigen Situation. Sie erklärte, dass NRW nach dem Königsteiner Schlüssel etwa 21% aller nach Deutschland kommenden Flüchtlinge aufnehmen muss. Davon wiederum entfallen ca. 3% auf die Stadt Dortmund. Bezogen auf die prognostizierte Zahl von 800.000 Flüchtlinge im Jahr 2015 bedeutet dies, dass NRW knapp 170.000 Flüchtlinge wird aufnehmen müssen, Dortmund davon wiederum 5.400. Im Jahre 2013 beispielsweise gab es lediglich ganze 333 Zuweisungen für Dortmund.

Mit Stand Ende August 2015 leben derzeit 3.900 Flüchtlinge in Dortmund. Die Kosten pro Flüchtling gab Sie mit ca. 1.000 € pro Person und Monat an. Sie forderte eine stärkere finanzielle Unterstützung durch Land und Bund; z.Z. bekommt die Kommune lediglich 25% der Kosten erstattet. Die Belastung der Stadt Dortmund wird in 2015 etwa bei 40 Mio Euro liegen.
Den größten Anteil bezogen auf die Nationalität haben derzeit Flüchtlinge aus Syrien, gefolgt von Albanien und Serbien. Insgesamt sind es Menschen aus 70 Nationen, die um Asyl bitten.

Das Thema „Flüchtlinge“ ist sehr emotional besetzt – das merkte man auch in der weiteren Diskussion. Dabei ist im Prinzip zu unterscheiden zwischen den „Gutmenschen“, die tatsächlich helfen , aber alle denkbaren Probleme leugnen und den Realisten, die zwar die zu erwartenden Probleme erkennen und diese auch benennen, die aber auch keinen Lösungsweg aufzeigen können. Bleibt zu hoffen, dass es möglichst bald eine gesamteuropäische Lösung geben wird, denn Deutschland allein wäre auf Dauer überfordert.
Großen Respekt zeigten alle Anwesenden vor der Arbeit der Sozialdezernentin, die derzeit Woche für Woche 150 -200 neue Unterbringungsplätze organisieren muss.