Kritik der Dortmunder Gesamtschulleiter nicht haltbar

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Besserstellung der Schulleiter zu recht auf dem Prüfstand

Die CDU Dortmund hält die kürzlich vorgetragene Kritik der Schulleiter der Dortmunder Gesamtschulen an der Kürzung der Schulleitungspauschale für nicht haltbar.
„Nach dem wir den Sachverhalt geprüft haben, sehen wir keinen stichhaltigen Grund, der gegen eine Kürzung der Schulleitungspauschale an Gesamtschulen und somit für eine Gleichstellung mit anderen Schulen spricht“ erläutert Roswitha Decking – Hartleif als landespolitische Sprecherin des CDU Kreisverbandes für den Bereich Schule.
Es ist aus Sicht der CDU auch unstreitig, dass Schulleitungen aller Schulformen für ihre Arbeit ausreichend Zeit benötigen. Die Landesregierung hat daher auch zum 1.8.2006 eine zusätzliche Stunde Leitungszeit zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurden die Schulleitungen nachhaltig von Bürokratie, zum Beispiel durch Reduzierung der Vorgaben für die Schulprogrammarbeit und Vereinfachung der zentralen Lernstandserhebungen entlastet. „Dies verschweigen die Damen und Herren der Gesamtschulen bedauerlicherweise“, Decking – Hartleif weiter.
Die CDU Sprecherin verdeutlicht, dass sich die Schulleitungsentlastung für Berufskollegs, Gymnasien und Gesamtschulen grundsätzlich gleich ermittelt. Jede Schule erhält 6 Wochenstunden als Sockel. Hinzu kommen 0,6 Wochenstunden bis zur 35. Lehrerstelle und Stellen des Ganztagszuschlags. Größere Schulen erhalten 0,2 Wochenstunden für jede weitere Stelle.
„Der bisherige Zuschlag für Gesamtschulen von 0,25 Wochenstunden je Stelle wird bereits von der ersten Lehrerstelle an berechnet und bezieht nicht nur die Grundstellen, sondern auch den Ganztagszuschlag ein. Gegenüber anderen ist das eine deutliche Besserstellung, der lediglich mit dem besonderen Differenzierungsbedarf begründet wurde. Allerdings steht wohl außer Frage, dass z.B. Berufskollegs mit oft mehr als 25 Bildungsgängen an einer Schule und andere große Schulsysteme ebenso differenziert sind und zum Teil eine deutlich komplexere Organisationsstruktur als Gesamtschulen haben. Zudem wird an Gesamtschulen mit einer günstigeren Schüler – Lehrer Relation als z.B. an Gymnasien dem Differenzierungsbedarf bereits Rechnung getragen“, erklärt Decking – Hartleif weiter.

Abschließend macht die CDU darauf aufmerksam, dass die Landesregierung zum Schuljahr 2007/2008 eine weitere Erhöhung der Stellen zur Verringerung des Unterrichtsausfalls und für besondere Förderaufgaben an Gesamtschulen um weitere 150 Stellen auf 250 Stellen beabsichtigt. Dadurch wird die Personalausstattung der Gesamtschulen deutlich verbessert.
Die CDU erwartet daher von den Schulleitern der Gesamtschulen eine gewisse Zurückhaltung mit politisch/ideologisch motivierter Kritik an der Landesregierung, die bei näherer Betrachtung nicht haltbar ist.

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