Heitkamp-Deilmann-Haniel:

0
467

Brief an die Ministerein für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW

Sehr geehrte Frau Ministerin Thoben,

mit großer Aufmerksamkeit hat die CDU in Dortmund und insbesondere im Nordosten der Stadt Ihre Aussagen zu der in Dortmund-Kurl ansässigen Bergbausparte der Heitkamp-Deilmann-Haniel Unternehmensgruppe (HDH) zur Kenntnis genommen.

Wir bitten Sie, auch im Namen der örtlichen CDU-Organisationen, alle Möglichkeiten zu nutzen, die in der von Ihnen vorgesehenen Moderation stecken, um dem Kurler Betrieb zukünftige Möglichkeiten nicht zu verbauen und insbesondere dafür zu sorgen, dass die dort ansässige Bergbautechnik mit ihrem hohen technologischen Stand und dem Know-how ihrer Mitarbeiter auch in Zukunft im Inland wie im europäischen und außereuropäischen Ausland ihre Marktchancen nutzen kann.

Die im Bergbau auf Zechen der RAG/DSK eingesetzten Mitarbeiter von Deilmann-Haniel sind im Recht, wenn Sie erwarten, dass sie als Bergleute genau so behandelt werden sollten, als wenn sie nicht als Mitarbeiter eines Auftragsunternehmens sondern als Mitarbeiter der DSK ihrem Beruf nachgingen. Wenn nun über Parteigrenzen hinweg betont wird, dass Bergleute bei einer weiteren Reduzierung der Steinkohlesubventionen nicht ins Bergfreie fallen sondern der weitere Abbau der Belegschaften sozialverträglich verlaufen müsse, so darf dabei nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.

Wir sind nach Kenntnis der Vergangenheit des Unternehmens und der gegenwärtig handelnden Personen der Meinung, dass Deilmann-Haniel durchaus im Bergbaubereich, vor allem aber im Maschinenbau auch zukünftig wettbewerbsfähig sein kann und schon aus Wettbewerbsgründen am Markt bleiben sollte. Sollte Ihre Moderation Kenntnisse über Versuche zur „Marktbereinigung“ durch das bewusste Ausschalten des Konkurrenten Deilmann-Haniel ergeben, von wem und auf welche Weise auch immer, so muss darüber im Sinne von Transparenz im Umfeld öffentlicher Subventionszahlungen auch öffentlich gesprochen werden.

Wir bedanken uns bei Ihnen für die Bereitschaft, sich den Beschäftigten und der Zukunft des Unternehmens anzunehmen und wünsche Ihnen bei der weiteren Behandlung dieser Angelegenheit alles Gute und viel Erfolg im Sinne der Mitarbeiter von Deilmann-Haniel.

Mit freundlichen Grüßen

Erich G. Fritz
Kreisvorsitzender

Uwe Waßmann
Vorsitzender der CDU-Ortsunion Kurl-Husen

Vorheriger Artikel85. Kreisparteitag am 6. April 2006: Demographischer Wandel
Nächster ArtikelParadigmenwechsel in der Hochschulpolitik