Geschlechtertrennung in der Schule:

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Grüne treiben eine neue bildungspolitische Sau durchs Dorf!

Verwundert nimmt die stellv. Kreisvorsitzende und Sprecherin des Arbeitskreises Bildung und Schule der CDU Dortmund Dr. Eva-Maria Schauenberg die jüngsten Ideen der Schulministerin zur Kenntnis. Anstatt wie im Schulkonsens angelegt die Schulen angesichts der vielfältigen Reformen der letzten Jahre zur Ruhe kommen zu lassen, wird jetzt geschlechterdifferenzierter Unterricht gefordert und damit eine neue bildungspolitische Sau durchs Dorf getrieben, die nur zu Unruhe bei Schülern, Eltern und Lehrern führt.

„Wir in der CDU verstehen Individualisierung von Unterricht so, dass Schülerinnen und Schüler ihren individuellen Interessen und Begabungen entsprechend lernen, gefördert  und gefordert werden“, so Frau Dr. Schauenberg. Die grüne Ministerin jedoch schert offenbar alle Jungen über einen, alle Mädchen über einen anderen Kamm!

Jungen interessieren sich einfach so für Chemie, Mädchen aber nur dann, wenn diese im Kontext von Kosmetik steht – welch beeindruckend schlichte Vorstellung von Geschlechtern!

Was ist bloß aus den Grünen geworden, die sich in der Vergangenheit stets als Kämpfer gegen Stigmatisierung und Geschlechterklischees dargestellt haben?

Grundsätzlich ist es positiv zu bewerten, dass äußere Differenzierung jetzt auch von Frau Löhrmann als förderlich angesehen wird – jedoch ist weder Interesse noch Kenntnis geschlechtsspezifisch verteilt.

Das bestehende Schulsystem bietet hervorragende Möglichkeiten: Die verschiedenen Schulformen differenzieren nach Lern- und Leistungsfähigkeit und Lern- und Leistungsbereitschaft der Schüler. Die selbstständigen Schulen haben Schulprofile entwickelt, in denen z.B. Sport, Naturwissenschaften, Sprachen oder Musik eine besondere Bedeutung erhalten. Differenzierung nach Interesse ist hier bei der Auswahl der weiterführenden Schule ebenfalls möglich.

Im Rahmen der Individualisierung und der in Schulen stets stattfindenden Verbindung des Lerngegenstands mit Vorwissen und Lebenswelt der Schüler wird all das bereits erfolgreich praktiziert, was Frau Löhrmann durch ihren Vorschlag meint, an Innovation anzuregen.

Geschlechterstereotype zu behaupten und überwunden geglaubte Holzschnittartigkeit wiederzubeleben, ist sicherlich kein Weg Schülerleistungen zu verbessern.

Statt permanent an Struktur und Organisation von Schule herumzubasteln, sollte die Konzentration auf Zielsetzungen und Inhalte gelegt werden – damit die Schülerinnen und Schüler auch in Nordrhein-Westfalen nicht nur schön aussehende Abschlusszeugnisse bekommen, sondern mit dem Gelernten auch echte Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben!

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