CDU-Politiker rufen zu Gedenken an 80. Wiederkehr der Bücherverbrennung in Dortmund auf

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Aus Anlass der Erinnerung an die Bücherverbrennung in Dortmund durch nationalsozialistische Initiatoren ruft die Dortmunder CDU mit ihrem Kreisvorsitzenden Steffen Kanitz, dem Bundestagsabgeordneten Erich G. Fritz und dem Ratsvertreter Thorsten Hoffmann dazu auf, an diesem Tag das Gedenken zu unterstützen und sich an den Veranstaltungen zu beteiligen, die es in Dortmund am Vorabend des 30. Mai gibt.

„Dieser Tag mahnt alle Demokraten, sich aktiv gegen Meinungsterror, Intoleranz, Zensur und Einschüchterung zur Wehr zu setzen.“, erklärt Steffen Kanitz die Initiative der CDU-Vertreter. Der Umgang mit Kritik sei in der Demokratie deshalb eine so grundlegende Eigenschaft, weil im Unterschied zu antidemokratischen Kräften Demokraten wissen und akzeptieren, dass niemand das Gemeinwohl konkurrenzlos definieren kann. Deshalb sei der Beitrag von Presse, Literatur und Kunst in der Auseinandersetzung um den Weg einer Gesellschaft lebenswichtig und in jedem Fall zu achten.

Erich G. Fritz, der sich schon verschiedentlich in der Vergangenheit mit der Notwendigkeit der Erinnerung an die Bücherverbrennung auseinandergesetzt hat, ist „als jemand, der sich sein Leben lang mit den Folgen der Diktatur des Nationalsozialismus auseinandergesetzt hat, entsetzt über neue Erscheinungsweisen nationalsozialistischer Vorstellungen.“ Deshalb sei das Wissen über die Zusammenhänge und die Erinnerung an die Taten genauso wichtig wie das aktive Engagement für die Demokratie heute in und außerhalb von Parteien. Nur durch tatkräftiges positives Mitarbeiten sei die demokratische Substanz einer Gesellschaft politisch wirksam zu machen.

Als positives Beispiel sieht Fritz das Engagement von Thorsten Hoffmann, der in besonderer Weise eine Gesprächskultur mit dem Bürger in seinem Wahlkreis entwickle, die ihm wie angeboren ist. „Ich halte Zuhören und Sprechen auch mit Andersdenkenden und Kritikern für das Wichtigste, was ein Politiker mitbringen muss.“, ist sich Hoffmann sicher, seine eigene Konsequenz aus den Lehren der Geschichte gezogen zu haben.

Die drei CDU-Politiker rufen besonders zur Unterstützung der Veranstaltung in der Steinwache am 29. 5. um 19.00 Uhr auf. Dort wird aus Büchern von Schriftstellern gelesen, die am 30. 5. 1933 verbrannt wurden.

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