CDU NRW wählte in Mülheim Bundestagskandidaten

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Die CDU Nordrhein-Westfalen hatte am vergangenen Samstag zu einer Landesvertreterversammlung in die Stadthalle in Mülheim an der Ruhr eingeladen. Die 250 Delegierten der 54 Kreisverbände der CDU Nordrhein-Westfalen stimmten über den Vorschlag des Landesvorstands zur Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl am 27. September dieses Jahres ab. Das Ergebnis zeugt von einer großen Geschlossenheit der CDU Nordrhein-Westfalen bei der Wahl der Bundestagskandidaten. Als Spitzenkandidat der CDU Nordrhein-Westfalen wurde mit 100 Prozent der Stimmen erneut Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert nominiert. 100 % der abgegebenen Stimmen entfielen auch auf den Dortmunder CDU-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten, Erich G. Fritz, der auf Listenplatz 19 zur Wahl steht. Für Fritz, der dem Deutschen Bundestag seit 1990 angehört, wäre es die 6. Wahlperiode.

Auf den ersten 35 Plätzen der Landesliste befinden sich elf Frauen. Somit ist jeder dritte Platz mit einer Frau besetzt. So sind insbesondere alle weiblichen Wahlkreisbewerberinnen über diese vorderen Listenplätze abgesichert. Die CDU Nordrhein-Westfalen wird damit auf jeden Fall mehr weibliche Abgeordnete im Bundestag stellen als bisher. Der Altersdurchschnitt aller Kandidaten auf der Landesliste liegt bei 49 Jahren. Der jüngste Kandidat ist 25 und kommt aus Dortmund: Steffen Kanitz, Stellv. Vorsitzender der CDU Dortmund und Vorsitzender der Jungen Union Dortmund, der auf den Listenplatz 52 gewählt worden. Der älteste Bewerber ist 73 Jahre alt.

Jürgen Rüttgers betonte in seiner Rede die Bedeutung der Bundestagswahl am 27. September dieses Jahres. Es gehe es um Deutschlands Zukunft: „Nur mit der CDU wird Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen“. Die CDU sei die einzig verbliebene Volkspartei und nur die CDU begreife wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit als zwei Seiten einer Medaille. Angesichts der Krise würden die Menschen erkennen, dass die CDU für eine Lösung kämpfe. Die CDU habe den Mut zum klaren Standpunkt und zur neuen Sachlichkeit unter Beweis gestellt. Darum „muss jetzt Schluss sein mit diesen Streitereien in der CDU, es muss Schluss sein mit dem Gemäkel an Angela Merkel.“ Es komme nun darauf an, „auf der Basis unserer Werte und Grundsätze“ die Zukunft zu gestalten. Es sei dabei mehr denn je die Aufgabe der CDU, die Gesellschaft zusammenzuhalten: „Wir sind die einzige Partei, die das kann.“ Die CDU sei die Partei, in der sich alle zu Hause fühlen können, weil neben dem christlichen Menschenbild auch die Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik der Kern dieser Politik sei. Die SPD dagegen habe die Milieus, für die sie früher gestanden habe, preisgegeben und sei nicht mehr die Partei der kleinen Leute.

Hendrik Wüst, Generalsekretär der nordrhein-westfälischen CDU, stellte bereits bei seiner Begrüßung klar: „Die CDU Nordrhein-Westfalen will im größten Bundesland die Grundlage für eine schwarz-gelbe Bundesregierung und für ein Bundesergebnis von 40 Prozent plus X legen!“

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