Start Unkategorisiert CDU-Landtagsfraktion zur Lage von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen: Landesregierung darf nicht länger warten

CDU-Landtagsfraktion zur Lage von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen: Landesregierung darf nicht länger warten

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Zum heutigen Bericht der Landesregierung zum Thema „minderjährige unbegleitete Flüchtlinge“ im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend, erklärt die CDU-Familienpolitikerin, Ina Scharrenbach:

„Ute Schäfer sollte als Landesfamilienministerin die oberste Schützerin der Interessen von Kindern und Jugendlichen in unserem Land sein. Sie hat aber gar keinen Überblick über die aktuelle Situation in Nordrhein-Westfalen. Die organisierte Nicht-Zuständigkeit der rot-grünen Landesregierung erreicht jetzt auch die Schwächsten, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge: In Dortmund warten über 80 Jugendliche auf eine Inobhutnahme durch das Jugendamt. Im Kreis Unna finden sich kaum noch Träger, die freie Plätze haben. Die Mitarbeiter in den Jugendämtern arbeiten am Anschlag. Dabei brauchen gerade diese Kinder und Jugendlichen, die überwiegend mit schlimmen Erfahrungen aus den Kriegs- und Krisenregionen dieser Welt kommen, unseren Schutz. Sie bringen große Potentiale mit sich – aber sie tragen ein hartes Schicksal. Beides bleibt durch die Politik der Landesregierung ungesehen.

2.530 unbegleitete minderjährige Ausländer befanden sich zum 31. Mai 2015 in Betreuung durch gerade einmal 6 Jugendämter – Tendenz wie bei den Flüchtlingszahlen insgesamt deutlich steigend. Die Ministerin führte heute auf Nachfrage der CDU im Landtag aus, dass die Kapazitäten und die Jugendhilfestrukturen der betroffenen Jugendämter absehbar an ihre Grenzen stoßen oder diese schon erreicht haben. Dabei sind die Probleme bei den unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen nur die Spitze des Eisbergs, wenn man die Flüchtlingssituation insgesamt betrachtet. Man muss jetzt die Chance nutzen und ein ordentliches System für Kinder und Jugendliche aufsetzen, damit es nicht zum Chaos kommt.“