CDU kritisiert einseitige Mitarbeiterinformation

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Die Stadt Dortmund unterhält eine EDV-gestützte Datenbank, die die Mitarbeiter über die tagesaktuelle Presse der drei Dortmunder Zeitungen informiert. Die MAI, die Mitarbeiterinformation, mischt sich nach Auffassung der CDU Dortmund in den letzten Tagen vor der OB-Wahl nunmehr aktiv in den Wahlkampf ein und betreibt einseitige Unterstützung für den Kandidaten der SPD Ulrich Sierau, so CDU-Kreisvorsitzender Steffen Kanitz.
 
Steffen Kanitz: „Berichte über Pohlmann werden unter den Teppich gekehrt“
Eine große Dortmunder Tageszeitung hatte in den vergangenen Tagen die drei aussichtsreichsten Bewerber Joachim Pohlmann, Ulrich Sierau und Mario Krüger interviewt und ihnen jeweils neun Fragen gestellt. In der MAI wurde jedoch ausschließlich das Interview mit dem SPD-Kandidaten Sierau veröffentlicht. „Das ist der Versuch einer Einflussnahme und zeugt von mangelnder Neutralität der Verantwortlichen der MAI!“, sagt Steffen Kanitz. Interessant sei zudem die Frage, in welchem Bereich der Verwaltung die MAI gepflegt wird: „Doch nicht etwa im Stadtamt 01, dem Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und Rates?“, fragt sich Kanitz. Der letzte Bericht, in dem auch der Oberbürgermeisterkandidat Joachim Pohlmann genannt wird, ist die Berichterstattung über die Wahlkampfveranstaltung des Frauennetzwerks „Ladies-Goal“ am 19. April 2010. Unterschlagen wird allerdings auch jede Art von kritischer Berichterstattung über den SPD-Bewerber und Planungsdezernenten Ullrich Sierau. Kein Wort zur „Gehaltsaffäre“, kein Wort zum Streit mit der Kommunalaufsicht, kein Wort zur „Haushaltslüge“, kein Wort zu „Anwaltskosten“.
Die CDU erwartet, dass sich die MAI-Verantwortlichen für die einseitige Berichterstattung entschuldigen und die knapp 8000 Mitarbeiter der Stadt neutral informieren. „Die Interviews mit unserem Kandidaten Joachim Pohlmann und natürlich auch mit Herrn Krüger sollten spätestens am morgigen Freitag allen Beschäftigten der Stadtverwaltung mittels der MAI zur Verfügung gestellt werden genauso wie alle anderen wahlrelevanten Berichte, auch jene, die sich kritisch zu Herrn Sierau äußern!“, so Kanitz´ Erwartung, der nicht zum ersten Mal auf eine faire Berichterstattung pocht.
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