CDU Kreisvorstand fordert neuen Bahnhof

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Der CDU-Kreisvorstand hat in seiner gestrigen Sitzung das Scheitern des 3do-Projekts als ärgerlichen, weil beizeiten vermeidbaren Rückschritt für den Standort Dortmund gewertet. Die CDU richtet aber nun alle Hoffnungen auf die zügige Realisierung eines in der Wirklichkeit darstellbaren Bahnhofsumbaus, der architektonisch und funktionell den Erwartungen an eine Metropole wie Dortmund und den besonderen Ansprüchen an einen der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte unserer Republik vollumfänglich gerecht wird, so deren stellv. Kreisvorsitzender Matthias Ulrich. Die Zeit der UFOs und anderer visionärer Luftnummern muss endlich überwunden werden.

Die CDU erinnert an ihr Wahlprogramm des Jahres 2004 und fühlt sich in ihrer Skepsis bestätigt. Darin heißt es zum Dortmunder Hauptbahnhof:
„Die Modernisierung des Dortmunder Hauptbahnhofs ist seit einem Jahrzehnt versprochen. Jetzt müssen endlich Fakten geschaffen werden. … Sollten in absehbarer Zeit keine Fakten geschaffen werden, soll die Stadt Dortmund, um den Rang ihres Bahnhofs zu erhalten, auf die zügige Realisierung eines einfacheren Konzeptes der Bundesbahn drängen.“
Jetzt müssen alle Dortmunder Politiker parteiübergreifend an einem Strang ziehen und dafür kämpfen, dass die für das 3do zugesagten öffentlichen Fördermittel umgewidmet werden und auch die Bahn AG ihren Beitrag zu einem modernen Dortmunder Hauptbahnhof leistet. Die Dortmunder CDU unterstützt den Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Dortmund Frank Hengstenberg, der am kommenden Donnerstag ein Gespräch mit dem Verkehrsminister des Landes NRW Oliver Wittke führen wird.

Die Forderung der CDU Dortmund ist, dass Dortmund zeitnah einen neuen Bahnhof erhält, so Matthias Ulrich.

Die Anforderungen an den künftigen Dortmunder Hauptbahnhof leiten sich aus nackten Daten und Fakten ab: Täglich verkehren in Dortmund 195 Züge des Fernverkehrs, 485 Züge des Nahverkehrs und 302 S-Bahnen. Gezählt werden täglich im Durchschnitt 125.000 Reisende und Besucher. Darüber hinaus ist der Dortmunder Hauptbahnhof ein bedeutender Knotenpunkt im städtischen U-Bahnnetz, gerade für das große Heer der Berufspendler. Schließlich hat sich die Deutsche Bahn AG selbst dem Motto verschrieben: „Bahnhöfe sind mehr als Orte zum Ein- und Aussteigen!“.
Der neue Hauptbahnhof muss deshalb insbesondere folgenden Kriterien genügen:
– eine attraktive Baugestaltung, die dem Stadttorcharakter des Dortmunder Hauptbahnhofs Rechnung trägt (Tor zur Welt);
– eine optimale Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsträger;
– eine Verbesserung der Umsteigebeziehungen;
– eine Steigerung der Aufenthaltsqualität durch einen innenstadtverträglichen Mix aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie.

Die CDU Dortmund hat sich stets für eine cityverträgliche Umgestaltung des Dortmunder Hauptbahnhofs ausgesprochen und nicht zuletzt angesichts der im 3do-Projekt vorgesehenen Verkaufsflächen dem Bahnhofsprojekt kritisch gegenübergestanden und eine Schwächung des Handelsstandortes Innenstadt befürchtet. Dessen ungeachtet bedauert die CDU, dass mit Sonae Sierra mal wieder ein privater Investor am Standort Dortmund scheitert.

Den Blick nach vorne gerichtet, begrüsst die CDU die Zuversicht, dass nun endlich die städtebauliche Entwicklung der Thier-Brache vorangetrieben und das Gelände einer qualitativ hochstehenden Nutzung, die das vorhandene Innenstadtangebot bereichert, zugeführt wird. Die CDU stellt sich für das Quartier eine Mischung aus hochwertigem Einzelhandel, attraktivem Wohnraum, Bürostandort, Gastronomie und Freizeit vor.

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