CDU gegen finanziellen „Blindflug“ von Flughafen und SPD

0
835

Der CDU Kreisverband Dortmund hat keine ausreichenden Antworten von der Geschäftsführung der Flughafen GmbH auf seinen Fragenkatalog aus September diesen Jahres zu den Entwicklungsplanungen für den Dortmunder Flughafen erhalten.

Der stv. Vorsitzende Sascha Mader begrüßt daher die Haltung der CDU Mitglieder im Aufsichtsrat der Flughafen GmbH, die am vergangenen Freitag dem Geschäfts- und Finanzplan für die Jahre 2007 – 2011, den man auch im Zusammenhang mit den Ausbauplänen bewerten muss, abgelehnt haben.

Die Geschäftsführung der Flughafen GmbH hat in einem Schreiben an die CDU versucht, die 18 Fragen zu den vorliegenden Entwicklungsperspektiven zu beantworten, ist jedoch in den wesentlichen Punkten bezüglich der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen bzw. der angestrebten Investitionen, ohne ausreichende Antworten geblieben.

Der CDU Kreisvorstand zeigt sich daher enttäuscht über die substanzlosen Antworten des Flughafenchefs. „Darüber hinaus vermissen wir den „Plan-B“ des Flughafens, wenn der Hauptkunde „easyJet“ seine weitere Anwesenheit in Dortmund von einer Weiterführung der Subventionierung der Landegebühren ab Sommer 2009 abhängig macht!“ führt Sascha Mader aus. „Wie rechnet sich ein „worst-Szenario“ und wie soll es finanziert werden? Woher kommt das Geld (Stadt Dortmund oder DSW 21)?“

Die von der Geschäftsführung des Flughafens zugesicherten erforderlichen Erläuterungen bzw. Vorlagen zeitnah (14 Tage vorher) den Aufsichtsratsmitgliedern vorzulegen, wurden nicht eingehalten.
Klarheit besteht nun allerdings darin, dass der Flughafen trotz unrealistischer Planungen weit von der beabsichtigten schwarzen „Null“ entfernt ist. Selbst die Flughafengeschäftsführung geht von einem zweistelligen Millionenverlust auch noch in 2011 aus, ohne die Investitionskosten für die beabsichtigte Startbahnverlängerung.

Dem nur mit den Stimmen der SPD beschlossenen neuen Investitionsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro für weitere Ausbaumaßnahmen am Flughafen fehlte in der Sitzung am Freitag jede Beurteilung hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Investition.
„ Wir sind im Gegensatz zur SPD nicht bereit, ein Fass ohne Boden zu vergrößern, damit gutes Geld schlechtem hinterher geworfen werden kann,“ erläutert Mader.

Der jetzt beschlossene Wirtschaftsplan sieht zwar auch Mittel für Gutachten vor, jedoch werden gleichzeitig locker mehr als 20 Millionen Euro verplant.

„ Kein Unternehmen tätigt Millioneninvestitionen ohne Wirtschaftlichkeitsberechnung. Mit den Stimmen der SPD ist es jedoch möglich, Millionen Euros zu verbrennen! Dies entspricht nicht unserem Verständnis von wirtschaftlicher Kompetenz,“ äußert Uwe Waßmann, Sprecher des CDU Kreisverbandes.

„Wir sehen auch OB Dr. Langemeyer als Aufsichtsratsvorsitzenden der DSW21 in der Pflicht, die Wirtschaftlichkeit der jetzigen Fehlentscheidung zu prüfen!“

Die CDU Dortmund hält an ihrem Bekenntnis zum Flughafen im Rahmen des gültigen Parteitags-Beschlusses und den dort genannten Rahmenbedingungen („ .Endausbaustufe erreicht../ ..keine Veränderungen der Betriebszeit..) fest.

Vorheriger ArtikelSchulungsangebot der CDU Dortmund!
Nächster ArtikelDortmunder CDU begrüßt genaue Vorbereitung des Verkaufs der LEG