CDU Dortmund unterstützt die „Nachtstromrebellen“

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Die CDU Dortmund unterstützt die Initiative der „Nachtstromrebellen“, die in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin appellieren, das beschlossene Aus für Nachtstromheizungen zurückzunehmen.

Den Nutzern von Nachtstromheizungen wird nach Ansicht des Sprechers des CDU-Arbeitskreises „Energie und Umwelt“, Dr. Helmut Eiteneyer, in mehrfacher Hinsicht übel mitgespielt: Lange seien Nachtstromspeicherheizungen von Politik und Energiewirtschaft den Wohnungs- und Häuslebauern aufs Wärmste empfohlen worden. Sie galten wegen quasi Nullemissionen im Gebäude als besonders umweltfreundlich. Die Energiewirtschaft warb mit besonders günstigen Tarifen für den Strom aus den nächtlichen „Lasttälern“ der Kraftwerke, im Grunde genommen ein wirtschaftlich vernünftiges Sonderangebot.

„Und heute?“, fragt Eiteneyer: Heute bezeichne die Bundesregierung elektrische Speicherheizungen als die mit Abstand klimaschädlichste Art zu heizen und beschließe in ihren „Eckpunkten für ein Integriertes Energie- und Klimaprogramm“ deren Außerbetriebnahme und ihren teuren Austausch gegen andere Heizungssysteme! – „Es ist doch hanebüchen: Anstatt bei der Errichtung moderner Kohlekraftwerke mit hohen Wirkungsgraden und der Entwicklung von Technologien zur Abscheidung und Speicherung des klimafeindlichen CO2 anzusetzen oder verstärkt auf den Einsatz der umweltfreundlichen Kernenergie zu setzen, zielt die Bundesregierung mit der Maßnahme auf die bundesweit 1,4 Millionen elektrisch beheizten Wohnungen, die überhaupt keinen eigenen Beitrag zur Umweltverschmutzung leisten, sondern lediglich Strom verbrauchen.“, kritisiert Eiteneyer die Bundesregierung. Man müsse sich einmal vor Augen führen, dass nach gutachterlichen Schätzungen im Auftrag der Bundesregierung die Umrüstung eines Einfamilienhauses – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass bereits ein Gasanschluss vorhanden ist! – etwa 18.500 Euro koste und bei einem Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten etwa 36.000 Euro an Kosten anfielen. Die Nachtstromrebellen veranschlagten die Kosten der Umrüstung eines Ein- oder Zweifamilienhauses sogar auf 40.000 bis 60.000 Euro, zumal die weit überwiegende Zahl der Häuser mit Fußbodenheizungen ausgestattet sei.
Nach dem Verursacherprinzip sei dies eine absolut ungerechtfertigte wirtschaftliche Belastung für die Wohnungs- und Hauseigentümer. Daran änderten auch die von der Bundesregierung angedachten Förderprogramme mit zinsverbilligten Krediten nichts.

Sympathie zeigt Eiteneyer auch für die Forderung der „Nachtstromrebellen“, die DEW 21 solle die letzte Preiserhöhung für Nachtstrom vom 1. Januar 2008 rückgängig machen. Während der Normalstr0m seit der Liberalisierung des Strommarktes sich „nur“ um 48 % verteuert habe, sei der Nachtstrom um 131 % teurer geworden.

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