CDA Deutschlands empört über Arbeitsplatzabbau bei Allianz

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„Der angekündigte Arbeitsplatzabbau bei der Allianz – Versicherung verärgert die Union tief bis in betont wirtschaftsfreundliche Kreise hinein“, erklärte der erste stellvertretende Bundesvorsitzende der CDA, Gerald Weiß, am Dienstag in Berlin vor der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU – Fraktion. „Diese angekündigte Massenentlassung passt überhaupt nicht in die Landschaft. Unter der Regierung Merkel erholt sich der Arbeitsmarkt merklich. Wir haben deutlich weniger Empfänger von Arbeitslosengeld I als prognostiziert. Diese verringerten Ausgaben eröffnen uns den Spielraum, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stärker abzusenken als bislang vorgesehen. Ausgerechnet in diese Phase knallt die Allianz mit ihrer völlig unverantwortlichen Massenentlassung hinein. Ich bin mir sicher, ein solcher Arbeitsplatzabbau wäre angesichts der guten finanziellen Lage der Allianz nicht nötig. Statt dessen pfeffert uns der Vorstand der Allianz-Versicherung weitere Empfänger von Arbeitslosengeld I in die Sozialversicherung. Und das nur, damit der Aktienkurs zwischendurch ein klein wenig steigt. Ich bin sehr dafür, dass die Verantwortlichen bei der Allianz über die Sozialpflicht des Eigentums nachdenken.

Ich begrüße, dass der Betriebsrat der Allianz gemeinsam mit einem Unternehmensberater ein Alternativkonzept entwickelt. Und ich fordere schon jetzt den Vorstand der Allianz auf, dieses Konzept ernsthaft zu erwägen. An diesem Beispiel zeigt sich, wie weitsichtig der Gesetzgeber gehandelt hat, als er den Betriebsräten die Möglichkeit gab, sich eigenständig Sachverstand von außen zu holen“, betonte Gerald Weiß.

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