Begrenzte Schadenfreude!

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Franz-Josef Drabig trat im vergangenen Jahr – gefeiert als politisches Comeback des Jahres – mit viel Selbstbewusstsein als Parteivorsitzender an. Er wolle viel bewegen, verlautbarte er gegenüber Journalisten, dem SPD-Unterbezirk in Stadt und Land wieder zu mehr Gewicht verhelfen und das Gewicht des größten SPD-Unterbezirks in NRW in der politischen Auseinandersetzung erfolgreich in die Waagschale werfen. Der Bevölkerung, so war seinen Äußerungen damals zu entnehmen, wollte er die von der SPD erwarteten greifbaren Zukunftsvisionen präsentieren.

Und heute, gut ein Jahr später? – Pleiten, Pech und Pannen säumen den Weg des bereits 1999 wegen der Rotlicht-Affäre heftig gestolperten SPD-Hoffnungsträgers: Gescheitert bei der Bewerbung um einen Platz im SPD-Landesvorstand, die versprochenen inhaltlichen Impulse sind eine Fehlanzeige, und – nun die Schlappe bei der gescheiterten Durchsetzung des Wunschkandidaten Jörg Stüdemann als Nachfolger des scheidendenden Stadtdirektors Klaus Fehlemann.

„Drabig, als Tiger gestartet, ist inzwischen als Bettvorleger gelandet!“, urteilt der stellv. CDU-Kreisvorsitzende Matthias Ulrich.
Indes hält sich die Schadenfreude über die Vorkommnisse auf der SPD-Klausurtagung in Grenzen: „Vielmehr beobachten wir das Geschehene mit einer gewissen Sorge.“, kommentiert Ulrich die Ereignisse: „Einmal mehr hat sich gezeigt, wie wenig Einfluss die Führungsetage in der SPD hat. Entgegen ihren eigenen Ansprüchen halten weder Parteichef Drabig noch der Fraktionsvorsitzende Prüsse die Handlungsfäden in der Hand. Uneingeschränkter Sonnenkönig ist so ein Oberbürgermeister, dem, man denke nur an die Museumspläne für das Dortmunder U, so manches Mal der Sinn für die Realität fehlt. Dies kann Dortmund nur schaden!“

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