Start Unkategorisiert Akadmisierungswahn stoppen – Auch in Dortmund Facharabeiter ausbilden!

Akadmisierungswahn stoppen – Auch in Dortmund Facharabeiter ausbilden!

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„Der anhaltende Trend zum Hochschulstudium wird den Fachkräfteengpass weiter verschärfen. Auch die Unternehmen in Dortmund werden in den nächsten Jahren viele Stellen nur schwer oder gar nicht besetzen können“, warnt Klaus Wegener, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Dortmund (MIT).

Einer gemeinsamen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeits- und Berufsforschung (IAB) zufolge fehlen künftig vor allem betrieblich ausgebildete Fachkräfte. Grund dafür ist nicht allein der demografische Wandel. Auch der steigende Anteil an Akademikern trägt dazu bei, dass die Fachkräftelücke in einigen Branchen immer größer wird. In Gesundheits- und Sozialberufen sowie den be-, verarbeitenden und instandsetzenden Berufen, wird der Fachkräftemangel besonders spürbar werden.

„Jahrelang wurden falsche Anreize gesetzt, indem das Hochschulstudium als das „Non plus Ultra“ herausgestellt wurde. Das rächt sich nun. Der Akademisierungswahn muss endlich gestoppt werden. Wir brauchen vor allem Facharbeiter und Meister in unseren Betrieben in Dortmund, nicht nur Bachelor und Master“, sagt Klaus Wegener.

Die MIT Dortmund beklagt, dass vielen jungen Menschen gar nicht bewusst sei, welche Möglichkeiten und Karrierechancen eine berufliche Qualifikation biete. „Wir müssen die Jugendlichen wieder verstärkt von den Vorzügen einer Berufsausbildung im Vergleich zum Studium begeistern. Da sind besonders die Dortmunder Schulen gefordert“, sagt Wegener und verweist, dass die Perspektiven auch auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt für beruflich Qualifizierte heute besser sind als sind je zuvor: „Während in Zukunft auf jeden scheidenden Akademiker rund 1,5 Hochschulabsolventen kommen, ist das Verhältnis bei den beruflich Qualifizierten umgekehrt.“

Laut den Berechnungen von BIBB und IAB werden bis 2030 in Deutschland rund 3,1 Millionen Akademiker aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Dem wird ein Neuangebot von rund 4,7 Millionen Hochschulabsolventen gegenüberstehen. Gleichzeitig scheiden rund 10,5 Millionen beruflich Ausgebildete aus dem Berufsleben aus. Es rückten aber nur 7,5 Millionen jüngere Menschen mit Berufsbildung nach. Besonders bei Meistern und Technikern ist mit größeren Engpässen zu rechnen.