„Herr Sierau, Sie werden nie wirklich OB der Dortmunder sein“

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Als schwere Hypothek für die Stadt und einen weiteren Schlag gegen die politische Kultur bewertet die CDU die Erklärung Ulrich Sieraus, er nehme die Wahl zum OB an.
„Herr Sierau schadet mit diesem Schritt dem Ansehen unserer Stadt und hätte mit seinem Verzicht und einem Votum für Neuwahlen mehr Glaubwürdigkeit erreichen können. Doch was erwartet man von einem langjährigen Wegbegleiter des noch amtierenden OB Langemeyer schon anderes“, kritisiert der stv. CDU Kreisvorsitzende Uwe Waßmann die Entscheidung Sieraus.

 Die CDU befürchtet, dass Sierau durch die SPD Spitze und hier insbesondere durch die Herren Drabig und Prüsse zu diesem Schritt gedrängt wurde.

„Es wäre allerdings ein erlösendes Zeichen gewesen, wenn Herr Sierau im Interesse der Bürger und Bürgerinnen gehandelt hätte und sich für Neuwahlen ausgesprochen hätte. Doch es zeigt sich, dass Herr Sierau lediglich der SPD verpflichtet ist“, sagt Waßmann weiter.

 Die CDU kann auch nicht erkennen, welchen Beitrag Sierau zur Aufklärung des Haushaltsskandals in Dortmund leistet.

„Jetzt will er die Kämmerin Anfang September zu den Zahlen gefragt haben und die hat ihm keine angemessene Antwort erteilt. Wenn man den Willen zur Aufklärung hätte, gäbe es so etwas nicht. Man muss sich auch fragen, wo denn Sieraus Empörung darüber ist, dass dem RP in Arnsberg trotz Aufforderung, bisher keine vollständigen Unterlagen vorgelegt werden und die Unterschrift unter eine Vollständigkeitserklärung durch den OB verweigert wird.

„Das System Langemeyer wird fortgesetzt. Getrieben von Drabig und Prüsse steht Sierau nicht für Aufklärung. Wenn Herr Sierau jetzt von einem reinem Gewissen spricht, möchte ich ihm zurufen: Die Stimme des Gewissens wäre dann ein besserer Berater, wenn ihr Herr Drabig und Herr Prüsse nicht soufflieren würden, was sie sagen soll. Sie werden nie wirklich der OB der Dortmunder sein“, sagt Waßmann abschließend.

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