Ortsunion Innenstadt-Süd: „Dortmund wächst – Herausforderungen und Chancen durch den Zuzug von Menschen in unsere Stadt!“

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Uwe_Waßmannvon Horst Espeloer

Uwe Waßmann, Sprecher der CDU-Ratsfraktion im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen, referierte zum Thema „Dortmund wächst“ und diskutierte mit den Mitgliedern der OU Innenstadt-Süd.

Der Ruf der Stadt Dortmund und seine Attraktivität sind offensichtlich deutlich besser als man das als Bürger der Stadt wahrnimmt. Dortmund wächst seit Jahren; die Verwaltung rechnet damit, dass noch in diesem Jahr die Grenze von 600.000 Einwohnern überschritten wird.
Die Gründe dafür sind vielfältig:
• Immer mehr Studenten bleiben nach dem Studium in Dortmund
• Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt
• Wir erleben einen deutlichen Rückzug von Ex-Dortmundern
• Der Verstärkte Zuzug von Osteuropäern und Flüchtlingen

Gewünscht wird der Neubau von rd. 3.000 Wohnungen pro Jahr, realistisch ist aber eher die Zahl von 1.500 neuen Wohnungen. Ein Problem dabei ist sicherlich der von Linken, der SPD und den Grünen geforderte Anteil an Sozialwohnungen von mindestens 25%. Die durchschnittliche Kaltmiete in Dortmund liegt bei 5,50 € je Quadratmeter. Diese beiden Faktoren machen es schwierig entsprechende Investoren zu finden.
Eine weitere Möglichkeit, mehr Wohnraum zu schaffen ist die Umsiedlung älterer Menschen, die sehr häufig allein in viel zu großen Wohnungen leben. Wichtig ist auch, dass die Stadt Planungsverfahren schneller abschließt. Ziel der Politik ist, das Bauanträge in drei Monaten bearbeitet und entschieden sind.

Der Ausbau der Kitas entwickelt sich gut, Grundschulen, die ursprünglich geschlossen werden sollten, werden nun z.T. zweizügig weitergeführt, nicht zuletzt bedingt durch die große Zahl an Flüchtlingskindern.

Natürlich gibt es auch Probleme. Die Situation in der Nordstadt manifestiert sich immer mehr. Drogenhandel, Prostitution und sonstige Kriminalität sind durch Polizei und Ordnungsamt sowie eine extra eingesetzte Taskforce nicht in den Griff zu bekommen. Dafür verantwortlich zeichnen vor allem Menschen aus Albanien, Georgien und der Türkei.

In den Bereichen Sport und Kultur geht es aufwärts, wenn es auch z.T. noch an Unterhaltungsstätten (z.B. Discotheken) für das jüngere Publikum mangelt.

Im Gebiet des Dortmunder Hafens wird es ein Gründerzentrum geben; Dortmund ist ein beliebter Standort für Start-Ups. Bei der Ausweisung von Gewerbeflächen liegt die Stadt hinter ihrem Plan 2010 zurück. In vielen Fällen sind die Erschließungskosten eines Gebietes zu hoch.
Positive Trends sehen wir dagegen bei der Büroraumvermietung und beim Ausbau der Studienplätze. Immer mehr dienstleistende Berufe (Steuerberater, Unternehmensberater, Architekten) lassen sich in Dortmund nieder. Die Zahl der in Dortmund Studierenden liegt bereits bei mehr als 50.000 Studenten.

Die OU Innenstadt-Süd bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Waßmann für den informativen und kurzweiligen Vortrag.

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