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Thorsten Hoffmann MdB zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016

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Thorsten Hoffmann MdB zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016

Zur Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 sagt der Bundestagsabgeordnete und Hauptkommissar a. D. Thorsten Hoffmann:

„Gut ist, dass die allgemeine Kriminalität leicht zurückgegangen ist. Gleichzeitig steigt aber der Bereich rund um die Cyber- und Computerkriminalität erheblich an. Hier müssen wir handeln und ein Bewusstsein auch in der Bevölkerung schaffen. Das Eindringen in die digitale Privatsphäre ist vergleichbar mit der Einbruchskriminalität, die zum Glück leicht zurückgegangen ist. In beiden Bereichen ist oft der emotionale Schaden größer als der finanzielle. Es ist zu befürchten, dass der Bereich der Cyber- und Computerkriminalität noch weiter zunehmen wird.

Deshalb müssen wir schnell handeln, konsequent verfolgen und alle sensibel für diese Art von Kriminalität machen. Wir brauchen externe Spezialisten, die von Kolleginnen und Kollegen mit Polizeiverstand bei den Ermittlungen begleitet werden. Wir müssen ein Konzept entwickeln, wie man an die spezialisierten Täter aus dem Ausland und Inland herankommt. Cyberkriminalität ist kein Kavaliersdelikt. Es sind Absprachen und Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene nötig.

Ich hoffe, dass die steigende Zahl der Straftaten, die durch Flüchtlinge und Ausländer begangen wurden, nicht zur Hetze missbraucht wird und nicht für andere Problembereiche blind macht. Dazu zählen eben die Cyber- und Computerkriminalität und auch die steigende Gewaltkriminalität. Eins ist klar: Jede strafrechtliche Verfehlung muss konsequent verfolgt und geahndet werden. Es ist an der Zeit, dass auch die Gerichte und Staatsanwaltschaften deutliche Zeichen bei der Strafverfolgung setzen. Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte haben eine große gesellschaftspolitische Verantwortung, die sie nur gemeinsam erfüllen können.“