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Thorsten Hoffmann MdB: Fangprämie ist Unfug, aber die Debatte wichtig

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Eine Fangprämie für Einbrecher, wie sie von IHK-Vize Joachim Punge vorgeschlagen wurde, hält Dortmunds neuer Bundestagsabgeordneter Thorsten Hoffmann für „gefährlichen Unfug“. Trotzdem sei er Punge für seinen Brief dankbar, so der Innenpolitiker. Die angestoßene Debatte über die Einbrüche in Dortmund sei überfällig, denn: „Die Situation ist schlimm“, so Hoffmann.
Was den Bundestagsabgeordneten besonders ärgert: „Es hat nur einen Tag gedauert, bis sich Minister Jäger pressewirksam in die Debatte eingeschaltet hat. Es wäre toll, wenn er dem Thema Kriminalitätsbekämpfung das gleiche Engagement wie seinem Pressespiegel widmen würde.“ Die Polizei brauche dringend eine bessere Personalausstattung und eine vernünftige Strategie im Kampf gegen Einbrecher, beides sie die originäre Aufgabe des Innenministers. „Es muss endlich etwas passieren!“, fordert das Mitglied des Innenausschusses die Landesregierung zum Handeln auf.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Dortmund ist laut Polizeilicher Kriminalitätsstatistik im vergangenen Jahr um 350 auf 3185 gestiegen. Die Aufklärungsquote ist im selben Zeitraum um zwei Prozentpunkte auf 12,06 Prozent gefallen. Bei den 3842 Einbrüchen in Keller, Speicher und Waschküchen gab es sogar einen Anstieg um 1047 Delikte. Die Aufklärungsquote liegt bei nur 2 Prozent. Auch die 7039 Diebstähle aus Kraftfahrzeugen kommen mit 4,83 Prozent nur auf eine magere Aufklärungsquote.