Mit dem Grundgesetz gegen Salafisten

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Gleich neben dem Stand der salafistischen Lies-Kampagne hat der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Thorsten Hoffmann am Wochenende das Grundgesetz verteilt. Mit der Aktion setzte Hoffmann ein Zeichen für Demokratie und Menschenrechte.

Regelmäßig verteilen die Salafisten in den vergangenen Monaten den Koran und Werbebroschüren in der Dortmunder Innenstadt. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz bewertet diese Aktionen „eindeutig als salafistisch extremistische Aktionsform“. Thorsten Hoffmann und seine Helfer wollen dies so nicht hinnehmen. Bereits seit seinem Einzug in den Bundestag verteilt Hoffmann deshalb zeitgleich das Grundgesetz, während die Islamisten den Koran in der Dortmunder Innenstadt verteilen. Hilfe erhält er dabei nicht nur von Christdemokraten. „Alle Demokraten sind eingeladen zu helfen und es machen immer mehr mit, über alle Partei und Religionsgrenzen hinweg“, so Hoffmann. Wichtig ist dem Dortmunder Innenpolitiker zudem, dass die Aktion nicht gegen den Islam gerichtet ist. Vielmehr gehe es gegen den Missbrauch der Religion durch die radikalen Salafisten.

Erst in der vergangenen Woche war in Dortmund ein Salafist unter Terrorverdacht festgenommen worden, der in Syrien eine Kampfausbildung durchlaufen hatte. Auch alle Attentäter vom 11. September 2001 waren Salafisten. Alleine in NRW beobachtet der Verfassungsschutz 2.100 salafistische Extremisten, von denen 400 als gewaltbereit gelten. Aktive Salafisten gibt es auch in Dortmund.

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