Start BTW13 Thorsten Hoffmann HSP-Schließung: MdB Hoffmann schreibt Kanzlerin

HSP-Schließung: MdB Hoffmann schreibt Kanzlerin

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Thorsten Hoffmann im Gespräch mit dem HSP-Betriebsrat; Bild: Stefan Fercho

In der vergangenen Woche besuchte Thorsten Hoffmann das letzte Dortmunder Stahlwerk, die Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP), das aktuell von der Schließung bedroht ist. Nach einem Gespräch mit dem dortigen Betriebsrat, bittet der Dortmunder Bundestagsabgeordnete nun die Bundeskanzlerin um Hilfe.

In seinem Brief an Angela Merkel schreibt er: „Sie haben mit der Bundesregierung gerade die Aufstockung des Programms für den Küstenschutz beschlossen. Es ist bedauerlich und für mich schwer nachvollziehbar, dass die Salzgitter AG trotz vorhandener und bevorstehender Nachfrage und trotz der Rolle von HSP als Weltmarktführer das HSP-Werk schließen möchte.“

Hoffmann bedauert zudem die mangelhafte Kommunikation des HSP-Mutterkonzerns, der niedersächsischen Salzgitter AG. In fünf Wochen solle die Schließung inklusive des Abschlusses des Interessenausgleichs und der Sozialplan vollzogen sein, Ersatzarbeitsplätze hätten bisher aber nur 2 der 343 Kollegen bekommen, so Hoffmann in seinem Brief an die Kanzlerin: „Von einem Konzern, an dem die öffentliche Hand beteiligt ist, erwarte ich mehr Kommunikation und mehr Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit.“

Als Dortmunder Abgeordneter werde er um jeden einzelnen Arbeitsplatz, gerade im produzierenden Gewerbe, kämpfen, schreibt Hoffmann weiter. „Besonders wichtig ist auch der Erhalt der Ausbildungsplätze. Hier leistet HSP hervorragende Arbeit. Wer eine Ausbildung bei HSP absolviert, hat gute Chancen, nach seiner Ausbildungszeit einen Arbeitsplatz zu finden. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels in unserem Land, werden diese gut ausgebildeten Fachkräfte im produzierenden Gewerbe dringend benötigt.“